Wallbox-Förderungen gehen wieder los: NRW als Vorreiter für umweltfreundliche Mobilität
Das Landesförderprogramm “progres.nrw” in Nordrhein-Westfalen (NRW) wurde 2025 erneuert. Eigentümer, Vermieter und Mieter können ab sofort über das Programm Zuschüsse beantragen. Das Land möchte nun den Ausbau weiter vorantreiben, besonders in Mehrfamilienhäusern, um bis 2030 etwa 1,5 Millionen Ladepunkte zu erreichen.
40 Prozent für Wallboxen in Mehrfamilienhäuser
Für den Aufbau einer privaten Ladestation oder Wallbox in einem Mietshaus oder einer Wohnungseigentumsanlage besteht die Möglichkeit eines Zuschusses von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, begrenzt auf maximal 1.500 Euro pro Ladepunkt. Voraussetzung dafür ist, dass die Ladestation entweder mit Ökostrom z.B. über einen Stromliefervertrag aus dem Netz betrieben wird oder dass eine eigene Photovoltaikanlage am Gebäude vorhanden ist.
Vermieter und Mieter können den Antrag stellen
Die Förderung kann von Wohnungseigentümern, Wohnungseigentümergemeinschaften, Eigentümern von Garagen- oder Stellplatzkomplexen, Vermietern und deren Mietern beantragt werden. Zunächst muss ein Angebot für die geplante Ladestation oder Wallbox eingeholt werden, bevor der Förderantrag gestellt wird. Die Beauftragung des Baus ist erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids zulässig.
Gefördert werden auch die Kosten für die Installation der Wallbox
Die Förderung erstreckt sich auf verschiedene Maßnahmen im Zusammenhang mit der Errichtung von Ladeinfrastruktur, darunter die Beschaffung, Montage und Inbetriebnahme der Wallbox wie auch der Netzanschluss und die Strominfrastruktur. Auch Tiefbauarbeiten, Fundamentbau, Oberflächenwiederherstellung un die dazugehörigen Kommunikationssysteme sind förderfähig. Unter die Förderung fallen auch Kosten für Kabel, Leistungselektronik und Authentifizierungs- und Bezahlsysteme.
Große Projekte mit größerer Förderungssumme
Umfangreiche elektrotechnische Grundinstallationen an Parkplätzen werden ebenfalls unterstützt. So wird die Errichtung der Grundinstallation auf Parkplätzen mit mindestens 10 Stellplätzen, die mindestens 2 Jahre alt sind, mit 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 50.000 Euro gefördert. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Förderung für einen Netzanschluss zu erhalten. Die Förderung beträgt 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis zu einem Förderhöchstbetrag von maximal 10.000 Euro.
Wer kann die Förderung beantragen?
Der Bau darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids erfolgen. Auch Mieter können die Förderung erhalten. Nicht förderfähig ist die Ladeinfrastruktur für selbstgenutzte Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser sowie gewerblich vermietete Immobilien. Die Bezirksregierung Arnsberg ist die Bewilligungsbehörde, Anträge können aktuell im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel auf ihrer Website gestellt werden.
Übersicht: Progres.nrw Förderprogramm
- Zuschuss von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 1.500 Euro pro Ladepunkt, für private Wallboxen in der Mietwohnung oder im Wohnungseigentum
- Gefördert wird die Wallbox und die Installation der Infrastruktur
- Nur mit grünem Strom: aus PV-Anlage oder vom Ökostromanbieter
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